admin June 15, 2018



Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, hält es eigenen Angaben zufolge für wahrscheinlich, dass in Köln ein Terroranschlag mit hochgiftigen Substanzen verhindert wurde. Zwar seien die Auswertungen noch nicht abgeschlossen, allerdings sei “es in der Gesamtschau der bislang vorliegenden Hinweise sehr wahrscheinlich, dass hier ein terroristischer Anschlag vereitelt werden konnte”. Das sagte Maaßen der “Rheinischen Post”.

Der Verfassungsschutz habe Hinweise erhalten, wonach ein tunesischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Köln potenziell hochgiftige Substanzen zu bestellen versucht habe und sei dem mit hoher Priorität nachgegangen. “Nachdem es gelungen ist, die Informationen zu verdichten, zu konkretisieren und einer bestimmten Person und Wohnadresse zuzuordnen, konnten wir den Fall in dieser Woche an die Polizeibehörden übergeben”, sagte Maaßen.

Der Tunesier Sief Allah H. war am Dienstag im Kölner Stadtteil Chorweiler festgenommen worden. Einen Tag später erließ der Bundesgerichtshof wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz Haftbefehl gegen den 29-Jährigen. Er ist demnach dringend verdächtig, “vorsätzlich biologische Waffen hergestellt zu haben”. Zudem wird gegen H. wegen des Anfangsverdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt.

Wie die “Rheinische Post” unter Berufung auf Sicherheitskreise weiter berichtete, hätte die bei dem Mann gefundene Menge zur Herstellung von hochgiftigem Rizin für 250 bis 1000 toxische Dosen gereicht, je nach Ausbringungsmethode auch für mehr. Die Bundesanwaltschaft hat den Fall wegen seiner besonderen Bedeutung an sich gezogen. Die mögliche Kombination einer Splitterbombe mit biologischen Kampfstoffen alarmiert die Karlsruher Ermittler. Rizin gilt als eines der tödlichsten Gifte der Welt.

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